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Der Mitarbeiter einer Hühnerfabrik berichtet über eine Erscheinung
der besonderen Art.
Es begann damit dass er bei seinen nächtlichen Kontrollgängen
des öfteren Schritte hörte. Zuerst dachte er, "das sind
bestimmt wieder diese verrückten Tierschützer. Diese Spinner
haben schon öfters versucht hier einzubrechen.".
Schlagstock und Elektroschocker gehören zu seinen Arbeitsutensilien,
so dass er sich vor keinem Eindrinling fürchten muss.
Doch es war nichts zu sehen. "Wahrscheinlich macht einen dieser bestialische
Gestank, den diese Viecher hier verbreiten, noch ganz mürbe im Kopf",
dachte er sich.
Doch die Schritte waren immer häufiger in der Nacht zu hören.
Zuweilen schien es sogar als ob eine menschliche Stimme zu hören
war.
Zuerst noch recht undeutlich, kaum warnehmbar. Doch mit der Zeit wurde
diese Stimme immer deutlicher.
Es war eine traurige Stimme die zu hören war:
"Ihr armen Kreaturen,
ich bin dazu verdammt durch eure Reihen zu wandeln, Nacht für Nacht,
bis einer kommt der euch und mich befreit.
Ihr könnt mich nicht verstehen, doch auch ihr wisst was es heisst
zu leiden, so lasst mich euch mein Leid klagen, denn ich war ein großer
Sünder.
Die Menschen hassen mich für das was ich getan habe.
Ich trage die Schuld an so viel Leid und Tod, doch wenn ich euer Leid
jede Nacht sehe, überall auf der Welt, dann wird mir immer wieder
bewusst um wieviel grausamer meine Nachkommen sind.
Ich kann euch leider nicht erlösen von euren Qualen, ich hatte zu
Lebzeiten die Möglichkeit verwirkt dies zu tun.
Je länger meine Nachkommen diesen Weg gehen auf den ich sie geführt
habe, desto weiter entfernen sie sich von euch.
Euer Leid ist mein Leid, bis einer kommt der euch und mich befreit."
Nachdem er diesen Worten gelauscht hatte, kam Er
um die Ecke und wandelte weiter
auf seinem allnächtlichen Leidensweg durch die Reihen der ärmsten
aller Kreaturen.
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