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Gedichte von Noemi und Kristina
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IGNORAMA
von Kristina
Du hörst nicht hin
die Stimmen ziehen an dir vorüber
sie verhallen in der Weite des Horizonts
klirren wie Eis, wenn sie zerplatzen.
Starr und stumm stehst du daneben
weiß wie schnee sind deine lippen
rot das blut, das endlos fließt
schwarz wie Granit ist deine Seele
und mit allen Farben dieser Welt
färbt sich das Leid, das sich über dich ergießt.
Du siehst nicht hin
dein blick schweift in der Ferne
leer und entfernt vom Anblick dieses Leids
er wendet sich ab von Trauer,
Folter,
Heuchelei
und Mord.
Doch auch du kannst es nicht verleugnen.
Ein viel zu dunkles Schicksal
umwandert diesen Ort.
Jetzt schauen sie dich an
du kannst dich nicht abwenden
ihre Blicke löchern dich
durchbohren langsam, aber tief dein Herz
ihr Leid lässt dich plötzlich auferstehn
aus deinem Anfall von Ohnmacht,
Dummheit,
Ignoranz
und Trug.
Du könntest sie verfluchen,
die Helden der heutigen Zeit.
Du möchtest ihnen nun begegnen,
doch deine hände sind immer noch verklebt von ihrem Blut
das einst durch ihre Adern rann
voller Unschuld,
Hoffnung,
Freude
und Geborgenheit.
Doch um zu widersprechen fehlte dir wohl der Mut.
Aus den Tränen deiner Augen
rinnt das Leid, das dich umgibt
wie Kristalle fällt es zu Boden
und klingt, als wenn ein Phoenix singt.
Es ist zu spät
zu spät, zu handeln
es ist zu spät
zu spät für dich.
Deine Zeit ist längst vorbei
doch die der anderen hat begonnen.
Dein Gewissen bringt dich um
doch das der anderen kann dich noch erhören
weine noch ein letztes Mal für sie-
für alle, die nicht stark genug waren, es mit dir aufzunehmen
und weil du ihre Sprache nicht verstanden hast.
Geh und schreie es hinaus.
Ich weiß es nicht,
aber vielleicht kann dich jemand hören
es tut uns beiden weh
aber nur auf das Vielleicht kommt es jetzt noch an...
http://www.angelle.de/
Email: webmaster@angelle.de
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WIE KÖNNT IHR ES BLOSS WAGEN?
von Noemi
Wie könnt ihr es bloss wagen,
ohne auch nur jemanden zu fragen,
Tiere grausamst zu plagen
und danach herzlos
an ihrem toten Fleisch zu nagen?
Was ist mit eurem Gewissen?
Tut ihr es nicht vermissen?
Oder wollt ihr gar nicht wissen,
was Tiere fühlen wenn ihr sie
ausliefert dem Tod durch erschiessen!
Ihr fährt sie in eurem Transportwagen,
wo sie sich vor Angst selber schlagen,
und ihr hört sie jämmerlich klagen.
Dennoch könnt ihr kein einziges,
beruhigendes Wort zu ihnen sagen!
Ist es denn wirklich so schwierig,
oder seid ihr nach Geld zu gierig,
ist der Prozess des Denkens zu langwierig?
Warum könnt ihr denn nicht erkennen,
dass von Gott geschickt auch das Tier ist?
Auch den Tieren wurde das Leben,
von dem einen Gott gegeben,
damit sie nach Glück und Freiheit streben.
F ühlt ihr euch denn so über alles erhaben,
dass ihr könnt dieses Geschenk aufheben?
Will es euch denn nicht in den Sinn?
Auch wenn ihr sie bloss fahrt dorthin.
Würdet ihr euch weigern, sie zu bring'n,
durch diese Hilfe könnten sie
dem gewaltsamen Tod entring'n!
Doch ihr seid zu feige und dumm dazu,
behaltet lieber eure Münder zu!
Was gilt denn das Leben einer Kuh?
So bleibt ihr stumm und schaut den Blutbädern weiter zu!
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APPELL AN EUER GEWISSEN
von Noemi
Etwas Traurigeres gibt es wohl nicht,
als ein betrübtes Beaglegesicht,
hinter Gitterstäben zitternd,
stumm um eure Gnade bittend.
Denn ihr seid schuld an ihrer Lage,
sperrtet sie ein für viele Tage,
folterten sie mit Pharmaprodukten,
die die Hunde grausam juckten.
Noch nie in ihrem Leben,
hat`s etwas Erfreuliches gegeben.
Sie sahen nie die weite Welt,
alles nur wegen eurer Gier nach Geld!
Alleine mussten sie stets bleiben,
unter eurer Lieblosigkeit leiden.
Kamen nie aus ihrer Zelle,
sahen nie der Sonne Helle.
Ihre Qual kannte kein Ende,
bloss noch des Todes Hände.
Sie starben zu Tausenden, einfach so,
vielleicht waren sie ja darüber froh.
Nun frag ich, wo bleibt euer Gewissen?
Wie könnt ihr Geschöpfe Gottes einschliessen?
Ist materieller Reichtum so wichtig?
Und das Leben der Tiere einfach nichtig?
Vielleicht bin ich dumm und ihr seid klug,
doch irgendwann ist es einfach genug.
Ewig wird es so nicht weitergehn,
das solltet sogar ihr verstehen.
Änderungen sind im Gange,
vielleicht ist euch angst und bange.
Aber das ist mir einerlei,
Hauptsache, die Grausamkeiten sind bald vorbei.
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DAS SCHICKSAL DER HÜHNER
von Noemi
Zusammengepfercht
und doch jeder alleine.
Lebenslang eingesperrt,
Gnade gibt`s keine.
Ein Leben führen,
das kein Leben ist,
ohne im Boden zu wühlen,
ohne zu krähen auf dem Mist.
Sie können sich kaum drehn,
noch nicht einmal pro Huhn
ein A4 Blatt zum stehn,
was sollen sie auf diesen Platz tun?
Kein Platz für Bewegung,
nie die Sonne gesehn,
Gackern ist die einzige Regung,
die sie noch zu tun verstehn.
Nichts ausser Käfigen aus Gitter,
verschmutzt mit eigenem Kot,
die Schicksale sind bitter,
doch keinen kümmert die Not.
Sie kennen keine Liebe,
müssen immer Eier legen,
Menschen kommen als Diebe,
um auch diese zu nehmen.
Nicht mal sterben dürfen sie,
wenn's ihnen zu schlecht geht.
Sie müssen ja noch wachsen,
bevor's zum Schlachter geht.
So werden sie voll gestopft
mit Medikamenten, die sie
am sterben hindern, doch im Kopf,
die Schmerzen nicht lindern.
Kein Wunder werden die Hühner verrückt,
massakrieren einander und
auf alle wird eingepickt,
bis sie sind blutend und wund.
Auf den Käfigböden liegen Kadaver
von den anderen niedergetrampelt,
sie alle wollten Leben, aber
ihr Leben wurde von Menschen verschandelt.
Ihr seid mit Schuld an dieser Pein,
kauft die billigen Eier gedankenlos ein,
denkt nicht an die unzähligen Leben,
die die Hühner dafür mussten geben.
Deshalb: Schaut in eure Einkaufswagen,
könnt ihr diese Verantwortung tragen?
Blut klebt an euren Konsumentenhänden,
und nun helft, dies zu verändern!
Nur wenn die Eier kein` Gefallen mehr finden,
kann sich die Qual der Hühner lindern,
nur wenn sie kein Mensch mehr kauft,
werden Hühnerbatterien nicht mehr gebraucht.
Hühner werden als Hühner leben dürfen,
im Boden nach Körner kratzen und schürfen,
vielleicht auch mal ein wenig fliegen in der Luft
und flügelschlagend geniessen den Freiheitsduft!
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Foto wurde
entfernt, um dem Antisemitismus keinen Vorschub zu leisten. |